Die Ausbau-Initiative der Solarmetropole Ruhr

Das Projekt

In der gesamten Metropole Ruhr sind über eine Million Dächer vorhanden, die gemäß der Sonneneinstrahlung für eine Photovoltaikanlage geeignet sind und dadurch grünen Strom produzieren könnten. Würden alle diese Dächer zur Solarstromerzeugung genutzt, könnten in der Region über neun Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Für Deutschland entspricht das dem CO2-Jahresausstoß von etwa einer Million Menschen. Das schont das Klima und gewährleistet die Versorgungssicherheit in der Region.

Aus diesem Grund haben der Regionalverband Ruhr (RVR) und das Handwerk Region Ruhr die Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr ins Leben gerufen. In 21 Städten und Gemeinden in der Region soll über das Thema Solarenergie mit Hilfe von  Vorträgen, Rundgängen und Sonderaktionen  informiert werden. Machen Sie hier auf unserer Projektseite mit dem Solardachkataster schnell und einfach den Dach-Check und finden heraus, ob sich ihr Dach für Solarenergie eignet. Parallel dazu bekommen Sie hier Informationen rund um Photovoltaik zum Nachlesen und zu Aktionen im Projekt. So finden regelmäßig kostenlose (Online-) Veranstaltungen zu verschiedenen Photovoltaikthemen statt oder Solarspaziergänge in den teilnehmenden Städten und Gemeinden.

Ist der Entschluss für eine eigene Photovoltaik-Anlage gefasst, unterstützt das Handwerk Region Ruhr, bestehend aus den Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften der Metropole Ruhr, Sie bei der Suche nach dem passenden lokalen Handwerksfachbetrieb.

Mit der Kampagne wollen wir aber auch allen Bürger*innen der Metropole Ruhr die Chance geben, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen, wenn sie selbst kein eigenes Haus besitzen. So bieten wir aktiv Informationen für Steckersolargeräte an, damit auch Mieter*innen und Wohnungseigentümer*innen von der Solarenergie profitieren können. Auch Unternehmen und Bürgerenergiegenossenschaften sind wichtige Akteure bei der Energiewende. Wenn Sie schon von Floating-PV Anlagen, Agri-Photovoltaik oder Solarparkplätzen gehört haben, dann stammen diese Großprojekte in der Regel von Unternehmen, Bürgerenergiegenossenschaften oder im besten Fall von beiden zusammen.

Solarenergie ist damit ein echter Allrounder und kann fast in jedem Bereich genutzt werden. Neben den positiven Effekten von Photovoltaik auf den Klimaschutz und auf die Gesellschaft bietet die Sonnenenergie damit Vorteile für jeden Einzelnen: Die Produktion von Solarstrom ist günstiger als der Bezug des Stroms aus dem Netz. So können Besitzer*innen einer PV-Anlage nicht nur Geld sparen, sondern sind dazu noch unabhängig von zukünftigen Preissteigerungen der Stromanbieter. Solar lohnt sich einfach.

Die Solarmetropole Ruhr ist Bestandteil der übergeordneten Mission Klimafit Ruhr zwischen dem RVR und dem Handwerk Region Ruhr, mit dem wir gemeinsam die regionalen Klimaschutzziele erreichen möchten: bis 2045 klimaneutral sein. Unterstützt wird die Solarmetropole dabei unter anderem durch die Verbraucherzentrale NRW und NRW.Energy4Climate.

Projektbeteiligte

Kommunen

Die Kommunen sind erste Ansprechpartner für Bürger*innen, die an einer PV-Anlage interessiert sind oder eine Energieberatung suchen.

  • Aufklärung über den Inhalt des Projekts, die Förderungen innerhalb ihrer Kommune und die Inhalte der Förderrichtlinie (Bereich Erstinformation PV und Antragstellung).
  • Auskunft für Handwerksbetrieben über Förderungen für Kunden und deren Bedingungen
  • Weiterführende Infomaterialien zu PV für Handwerk und Bürger*innen

 

Regionalverband Ruhr

Der Regionalverband Ruhr ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und ein kommunaler Pflichtverband, zu dessen Verbandsgebiet 53 Kommunen der Metropole Ruhr gehören. Für das Wohl der Metropole Ruhr agiert der RVR u. a. als Netzwerker, Dienstleister und Projektträger auf dem gesamten Verbandsgebiet.

  • Direkter Ansprechpartner für die Koordinierung und Steuerung des Projekts
  • Auskunft über mögliche Förderungen in den einzelnen Kommunen und über Laufzeiten des Projekts und der Förderungen
  • Zuständig für die Internet- und Facebook-Seite der Ausbau-Initiative

 

Kreise

Kreise sind sowohl Kommunalverbände als auch Gebietskörperschaften. Zu ihrem Verband gehören die Kreisstädte und Gemeinden, die von der Gebietskörperschaft, der Kreisverwaltung, organisiert werden.

  • Ansprechpartner für gemeinsame Angebote des Projekts innerhalb der Kreisgrenzen
  • Operative Ebene zwischen den kommunalen Partnern und der Projektsteuerung
  • Koordination der Projektangebote im Kreis
  • Netzwerker für die Einbindung und Veröffentlichung kreisweiter Aktionen

Handwerkskammer

Die Handwerkskammern fördern auf regionaler Ebene das Gesamthandwerk und sorgen für einen Ausgleich der Interessen einzelner Handwerkszweige. Jeder Handwerksbetrieb ist Pflichtmitglied im regional zuständigen Handwerk.

  • Wirtschaftsförderung und Repräsentation des Handwerks gegenüber Politik und Verwaltung
  • Technische, betriebswirtschaftliche und rechtliche Beratung für Betriebe
  • Ansprechpartner für Handwerksbetriebe rund um die Projektteilnahme, Infomaterialien für Kunden, Weiterbildungen und fachlichen Input durch Veranstaltungen

Kreishandwerkerschaft

Innungen sind die fachlichen Basisorganisationen der einzelnen Handwerksberufe in einem bestimmten Bezirk, in denen die Betriebe freiwillige Mitglieder sind. Die Innungen einer Stadt oder eines Kreises bilden zusammen die Kreishandwerkerschaft. Letztere fördern und vertreten die gewerblichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Mitglieder innerhalb eines Kreises oder einer Stadt.

  • Ansprechpartner für Bürger*innen bei der Suche nach Handwerksbetrieben innerhalb der jeweiligen Kommune/Kreis mit dem Fokus auf Innungsbetriebe
  • Infos zu lokalen Unternehmen im Bereich PV und Hilfe zu rechtlichen Fragen für Handwerksbetriebe in der Innung
  • Direkter Kooperationspartner der Kommunen vor Ort

Zwischenfazit von der Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr

 

Am 6. Mai 2019 startete die Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr mit ihrem großen Ziel, den Ausbau von Photovoltaik in der Metropole Ruhr voranzutreiben. Gemeinsam mit allen Projektpartnern ist in den teilnehmenden Städten und Gemeinden seit diesem Tag so einiges passiert. Mit der PV-Förderung für Bürger*innen in Höhe von 300 € konnten über 250 neue Photovoltaikanlagen in der Region gefördert werden. Mit einer durchschnittlichen Anlagendimension von 7,6 kWp bedeutet das einen Ausbau von rund 2.000 kWp! Die Frage nach der zusätzlichen Anschaffung eines Speichers war dabei ausgeglichen, im Falle einer Anschaffung betrug die durchschnittliche Speicherkapazität 7,6 kWh. Doch nicht nur Anlagen für Bürger*innen wurden gefördert, sondern auch Anlagen für Unternehmen, durch die bereits eine fast 100 kW starke PV-Anlage in Xanten realisiert werden konnte.

Zusätzlich sind wir sehr stolz, dass wir durch unsere Veranstaltungen weit mehr als 4.500 Bürger direkt von Angesicht zu Angesicht über Themen rund um Photovoltaik informieren konnten – sowohl in Form von Präsenzveranstaltungen als auch Corona-bedingt digital. Die Veranstaltungen waren dabei so vielfältig wie die Zusammensetzung unserer Projektpartner, vom Handwerk Region Ruhr bis zu den Städten und Gemeinden der Metropolregion. So konnten wir u. a. durch Infoveranstaltungen Handwerksbetriebe für die Photovoltaik begeistern, Bürger*innen und Steuerberater im Themenbereich „PV und Steuer“ informieren oder durch Solarspaziergänge PV-Anlagen zum Anfassen bieten. Das ist in Pandemiezeiten ein voller Erfolg und zeigt, dass erneuerbare Energien auch oder sogar vor allem in schwierigen Zeiten ein brandheißes Thema sind. Wir freuen uns auf viele weitere Aktionen in den Jahren 2022/23!

KOMMUNEN

KREISHANDWERKERSCHAFT

KREISE

PROJEKTKOORDINATION

UNTERSTÜTZUNG